Grossübung im A9-Tunnel bei Visp: 370 Einsatzkräfte trainieren für den Ernstfall

Ein Tunnel voller Rauch, verletzte Personen, panische Tiere – was wie ein Katastrophenfilm klingt, war letzte Woche Realität im A9-Tunnel bei Visp. Glücklicherweise nur als Übung. Über 370 Einsatzkräfte simulierten ein Grossereignis, um für den Ernstfall optimal vorbereitet zu sein.

Die Sicherheit der Bevölkerung steht an erster Stelle – besonders in Tunnelsituationen, wo im Ernstfall jede Sekunde zählt. Deshalb fand im A9-Tunnel bei Visp eine umfassende Einsatzübung statt. Feuerwehrkorps aus dem ganzen Kanton Wallis sowie Partnerorganisationen wie die Kantonspolizei, der Rettungsdienst Oberwallis und die Kantonale Walliser Rettungsorganisation KWRO waren involviert.

Realitätsnahe Szenarien unter erschwerten Bedingungen

Geleitet wurde die Übung von Philipp Hildbrand, Amtschef des Kantonalen Amts für Feuerwesen, und Chefinstruktor Richard Rieder. Simuliert wurde ein schwerer Unfall mit zahlreichen Verletzten – Menschen wie Tiere mussten aus dem Tunnel gerettet werden. Die Koordination zwischen den einzelnen Einsatzkräften und Organisationen war zentral. Zwar zeigte sich die Einsatzstruktur als solide, doch das Zusammenspiel, insbesondere der Informationsfluss, offenbarte Potenzial zur Optimierung.

Erkenntnisse für eine sicherere Zukunft

Ein zentrales Fazit der Verantwortlichen: Die Feuerwehren sind bereit – aber regelmässiges Training bleibt unerlässlich. Besonders im Bereich Kommunikation zwischen den Partnerorganisationen sollen zukünftige Übungen noch gezielter ansetzen. Die Grossübung ermöglichte ausserdem eine wertvolle Zusammenarbeit zwischen Ober- und Unterwalliser Feuerwehren – ein Austausch, der im Alltag kaum stattfindet. Sprachliche Unterschiede stellten dabei kein Hindernis dar, sondern zeigten vielmehr die Stärke der interregionalen Zusammenarbeit.

Ein Tunnel – viele helfende Hände

Dass eine Infrastruktur wie der A9-Tunnel für eine Übung dieser Grössenordnung zur Verfügung steht, ist keine Selbstverständlichkeit. Ein besonderer Dank gilt der Bauleitung der A9 sowie den zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfern, die dieses realitätsnahe Training erst möglich gemacht haben. Die Erkenntnisse aus dieser Übung fliessen direkt in das Notfallkonzept für den A9-Tunnel ein, das laufend mit Spezialist:innen weiterentwickelt wird – für eine maximale Effizienz im Ernstfall und mehr Sicherheit für uns alle.


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