Sorgfältiger Rückbau mit klarer Struktur: Das Rückbaukonzept wurde gemeinsam mit der Umweltbaubegleitung (UBB) erarbeitet. Dabei wurde die Fläche in neun Sektoren eingeteilt, abhängig von Materialaufbau und Schichtstärken. Mit Hilfe von Sondierungen und Baggerschlitzen konnten die Zusammensetzungen präzise erfasst und die Böden auf mögliche Belastungen geprüft werden.
Der fachgerechte Wiederaufbau erfolgt in Schichten:
- bis –80 cm: Silt
- –80 bis –30 cm: Unterboden
- –30 cm bis Oberkante: Oberboden (Humus)
Für den Einbau kommen moderne Baumaschinen zum Einsatz, wie ein GPS-unterstützter Dozer, der mit seiner breiten Raupe die Bodenpressung minimiert und so die Bodenstruktur schützt.
Wiederverwendung und Nachhaltigkeit
Ein grosser Teil des Materials konnte wiederverwendet werden. Der abgetragene Aushub wird künftig für Baustrassen und Schüttungen im Pfynwald genutzt. Nicht verwertbares Material wurde fachgerecht entsorgt.
Auch das Berieselungsnetz wurde in Zusammenarbeit mit der Gesamtmelioration Visp-Baltschieder-Raron (GM VBR) erweitert: Rund 400 Meter neue Leitungen erleichtern künftig die Bewässerung der landwirtschaftlich genutzten Flächen.
Landwirtschaftliche Zukunft gesichert
Dank dieser Massnahmen entsteht eine hochwertige Fruchtfolgefläche, die langfristig für die Landwirtschaft genutzt werden kann. Die Arbeiten werden im September 2025 abgeschlossen.
Die Bildergalerie zeigt eindrücklich die einzelnen Arbeitsschritte – vom Abtransport des Auffüllmaterials über die Sondierungen bis hin zum Einbau des Humus.
Mit dem Rückbau in Obri Grosseija zeigt sich, wie die A9-Bauprojekte nicht nur die Mobilität im Wallis verbessern, sondern auch Verantwortung für Umwelt und Landwirtschaft übernehmen.





