Erkundungs- und Entwässerungsstollen Riedberg
Die Hangbewegung einschränken
Die Nordflanke des Riedbergs rutscht seit je her rund 1 cm pro Jahr Richtung Rhoneebene, und zwar: je mehr es regnet, desto mehr. Der 1’417 m lange Erkundungs- und Entwässerungsstollen Riedberg soll Abhilfe schaffen. Der Riedbergtunnel ist nicht der Auslöser für diese Hangverschiebungen. Aber der Entwässerungsstollen wird den Tunnel Riedberg zu einem Bau machen, der wie alle anderen Grossbauwerke auf eine 80-jährige Beständigkeit ausgerichtet ist.
Aktuell ausgebrochen
Stand 2. April 2026
Der ganze Riedberg-Hang rutscht auf einer Gleitschicht nach unten. Das Material dieser rund 5.5 m dicken Gleitschicht (auch Gleithorizont genannt) kann man mit einer tonigen Knetmasse vergleichen. Je mehr Niederschläge es gibt, desto mehr rutscht das Oberflächenmaterial des Hangs auf der Gleitschicht nach unten – mit den entsprechenden Auswirkungen auf die Strassen am Berghang und den Riedberg-Tunnel. Die Drainagebohrungen dienen nun dazu, der Oberflächenschicht Wasser zu entziehen. Das Wasser fliesst in den Entwässerungsstollen hinein. Das entzogene Wasser bewirkt, dass der Wasserdruck auf der Oberfläche sinkt und der Hang weniger rutscht.
